Mitarbeiterbekleidung und mehr …

Der Einkäufer der CEWE-Gruppe wollte von mir wissen, ob wir Textilien für Mitarbeiter liefern könnten. Eine Antwort blieb ich meinem Gesprächspartner schuldig. Stattdessen stellte ich ein paar Fragen, die mir mein Gesprächspartner nicht zu meiner Zufriedenheit beantworten konnte. Es folgte ein längeres Gespräch, währenddessen mir mein Gesprächspartner die Anforderungen und Wünsche, aber auch die schon gemachten Erfahrungen mit Mitarbeiterbekleidung beschrieben hat.

Die Checkliste Mitarbeiter Kleidung ist ein sehr hilfreiches Tool, um Fragen, Wünsche, Anforderungen und Abwicklungen strukturiert abzuarbeiten. So stellte sich heraus, dass der Einkäufer nur die standardmäßigen Keynotes zur Verfügung hatte und noch einige Punkte geklärt werden mussten. Nach ungefähr einer Woche konnte ich dem Einkäufer ein glasklares “JA” auf seine anfängliche Frage erteilen.

Mir war von vorne herein klar, dass ich dieses Projekt nicht alleine stemmen konnte. Also schaute ich mir meine Lieferanten an, die ich für dieses Projekt sowie den damit verbundenen Kundenwünschen mit ins Boot nehmen könnte. Die Wahl viel auf einen langjährigen Lieferanten-Partner, nicht zuletzt aufgrund des aufgebauten Vertrauens.

Zusammen mit meinem Textilhersteller stellte ich eine Kollektion zusammen und bestickte diese auch direkt mit dem Firmenlogo. Dem Einkäufer zeigte ich die neue Kunden-Kollektion vorab schon einmal. Anhand der Reaktion wusste ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. So konnte mir der Einkäufer meine Bitte schon fast gar nicht mehr abschlagen, als ich ihn um einen Termin mit allen Verantwortlichen in seinem Unternehmen bat.

Die Runde stellte sich wie folgt zusammen: Der Geschäftsführer des seit 50 Jahren erfolgreichen und sehr innovativen Unternehmens, zwei Personalverantwortliche des Konzerns und zwei führende Einkäufer des Technologie- und Marktführers. Die Runde wurde durch den Lieferanten-Partner und mich komplettiert. Vieles könnte ich noch über die fast zwei Stunden dauernde Präsentation erzählen.

Wenn ich anfangs derjenige war, der viele Fragen stellen musste, um ein klares “JA” zu formulieren, war ich froh, als mein Partner selbst auf die Fragen der Eigenschaften von Garnen fundiert antworten hatte. Eines konnten wir jedoch nicht gänzlich aus den Weg räumen. Die Skepsis des Geschäftsführers, ob das denn alles so sei mit den Textilien. Man hätte da so seine Erfahrungen schon machen müssen.

Es war an der Zeit, meinen größten Trumpf auszuspielen. Diese Skepsis ist mir nicht unbekannt und hatte die richtige Lösung parat. Ich bat die Runde 5 bis 6 Mitarbeiter aus der Produktion als Tester einzusetzen. Die Verblüffung in den Gesichtern war ein Highlight während dieser Präsentation. Selbst mein Partner schaute etwas überrascht zu mir rüber. Die Testphase dauerte etwas länger, als geplant, aber was soll ich sagen….

Zusammenfassung:
– Eine Anfrage
– Viele Fragen
– Ein Lieferanten-Partner
– Eine Musterkollektion mit individuellem Branding
– Eine Präsentation
– 2 verblüffte Einkäufer
– 1 strahlende Personalerin
– 1 Geschäftsführer, der sieht, dass der Kunde an erster Stelle steht
– Eine Testphase
– 650 Mitarbeiter, die im ersten Step ausgestattet werden, über einen längeren Zeitraum
– 3.000 Mitarbeiter folgten im Step
– Viel Spaß

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